 Der Name verpflichtet zu niedrigen Temperaturen: Eiskalt war’s draußen, -25° C beim Heimfahren, allerdings gerade richtig, um die diesjährige dWintergschicht in Heidenreichstein im Waldviertel abzuhalten. Und in der Halle war es sowieso warm. Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Ausgaben des Winterfestivals verzichteten die Veranstalter (abgesehen von DJs) auf internationale Headliner, was sich bei den Besucherzahlen bemerkbar machte. Kosheen 2010 oder Pendulum 2011, wenn auch nur als DJ-Set, ziehen einfach mehr Leute an, zur dWintergschicht geht man aber andererseits nicht ausschließlich wegen der gebotenen Bands, sondern vor allem, um jede Menge Leute zu treffen. Darüber hinaus waren die heurigen Live-Bands auch sehenswert.
Sieger des Abends und vom Publikum leider großteils ignoriert (21:00 Uhr scheint zu früh für eine volle Halle zu sein) waren Famp, die zeigten, dass Alternative-Rock aus Österreich sich vor internationaler Konkurrenz nicht verstecken braucht. Die sympathischen Effi aus Graz brachten danach erstmals an dem Abend zum einen Leute vor die Bühne und diese zum anderen auch zum Tanzen. Dunkelbunt mussten bei ihrer Show zwar auf ihren MC Cloud Tissa verzichten, brachten aber mit ihrer Mischung aus Seeed auf Balkan-Beat, Jazz und Folk noch mehr Publikum zum Tanzen. Die in der Umbaupause (die DJs kommen!) eingesetzten Überraschungs-Acts nahmen dann zwar etwas den Schwung aus der Veranstaltung, die anschließende Party war dank Zombie Nation und Pola Riot trotzdem gelungen.
|