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Was haben wir nicht schon alles an Bühnen-Deko gesehen? Große Banner im Hintergrund gehören zum Standard, ausufernde Lichtshows zum guten Ton, hin und wieder erfreut uns ein ausgefallener Mikrofon-Ständer, die Manic Street Preachers toppten das alles bei ihrer Show in der ausverkauften Arena mit Hund, Leopard und Bodybuilder im Dico-Kugel-Design, der walisischen Flagge auf den Bass-Verstärkern, einem Bild der nackten Marilyn Monroe ebendort und zwei Bäumen! Der ganze Firlefanz gab dem Konzert von Beginn an eine einnehmende Atomsphäre, etwas anderes als großartige Unterhaltung wäre nur schwer denkbar gewesen.
Zumal sich die Setlist in Anlehnung an die aktuelle Singles-Compilation "National Treasures" als Best Of erwies, die keinen Hit aussparte. Motorcycle Emptiness, Your Love Alone und Ocean Spray holten als erste Nummern das Publikum auf ihre Seite, das sich die ganze Show hindurch textsicher und begeistert zeigte. Der Wochentag (Samstag) und die daraus resultierende Möglichkeit zum stimmungsfördernden Bierchentrinken mag das unterstützt haben, wie der hemdsärmelige Frontmann James Dean Bradfield vermutete, viel mehr lag die Freude und Ausgelassenheit allerdings daran, dass die Band nach langer Live-Absenz mit ihrem sich nicht an aktuellen Moden orientierenden und deshalb zeitlos guten Rock eine fulminante Show ohne Durchhänger bot. Nach über 100 Minuten verabschiedete sich die Band leider ohne Zugabe mit If You Tolerate This Your Children Will Be Next und hinterließ ein glückliches Publikum. Danke fürs Kommen, wir erwarten uns einen baldigen Festival-Auftritt.
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